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Datum: 05.08.2021

»Zukunft der Verwaltung ist digital«

Universitätsstadt Marburg stellt Projekt »Digitale Unterschrift« als OZG-Modellkommune vor

Eine Geburtsurkunde beantragen, einen Hund zur Steuer bei der Kommune anmelden oder einen Parkausweis für Schwerbehinderte beantragen. Die Liste an Leistungen, die durch Verwaltungen erbracht werden, ist lang. Damit dies für Bürgerinnen und Bürger einfach und auch von zu Hause aus möglich ist, arbeiten Bund, Länder und Kommunen an der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Damit nicht jede Stadt alle Onlineservices selbst vorbereiten muss, gibt es in Hessen unter anderem OZG-Modellkommunen, die vom Land gefördert werden. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat bei ihrer Sommerreise die Stadt Marburg besucht, die eine von 15 ausgewählten Modellkommunen ist.


„Wir wollen, dass Kommunen einzelne Aspekte der Digitalisierung beispielhaft für alle anderen hessischen Kommunen übernehmen, damit die Verwaltungsdigitalisierung effektiv und effizient erfolgt“, sagte Sinemus. „Nur, wenn sich alle gemeinsam engagieren, kann die Umsetzung erfolgreich gelingen.“


Die Stadt Marburg hatte sich im vergangenen Jahr erfolgreich als OZG-Modellkommune beworben und erhält vom Land eine Förderung über 87.000 Euro. Mit dem Projekt erprobt Marburg eine digitale Unterschrift in ihren Onlinediensten, die sowohl rechts- und fälschungssicher ist und gleichzeitig für die Bürgerinnen und Bürger einfach anzuwenden. Dabei wird der eigene Online-Banking-Zugang genutzt, um Anträge, Dokumente oder Verträge digital zu unter-schreiben. Marburg erprobt die Praxistauglichkeit dieser Lösung im Alltag. Das Projekt wird gemeinsam mit den Partnern yes®, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, der Volksbank Mittelhessen, Governikus und Form-Solutions umgesetzt.


Die Ministerin informierte sich nicht nur über das Modellprojekt, sondern auch über die Digitalisierung der Marburger Stadtverwaltung und den Fortschritt beim Ausbau der Onlinedienste. So bietet die Stadt mittlerweile rund 50 Leistungen über ihre Plattform digital.marburg.de an, komplett vom Antrag bis zur Bezahlung. Jede Woche kommen weitere Onlineleistungen dazu. Koordiniert wird dieser Prozess vom Fachdienst Digitalisierung, den die Stadt eigens dafür geschaffen hat, technisch unterstützt wird er von der IT-Abteilung.

„Damit stehen unsere Dienste den Menschen sieben Tage die Woche rund um die Uhr zu Verfügung“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Digitale Angebote – von A wie Anwohnerparken bis Z wie Zuschüsse für Freifunk, Gründächer oder unser Impftaxi – sind heute unerlässlich. In Marburg waren wir schon vor der Pandemie digital so gut aufgestellt, dass wir auch in den Lockdown-Monaten alle Serviceleistungen durchgängig gewährleisten konnten. Das gilt ebenso nach innen: So hat zum Beispiel die digitale Akte eine schnelle, effektive und medienbruchfreie Umstellung auf Homeoffice erst möglich gemacht.“

Deshalb geht Marburg bei der Digitalisierung den Weg von innen nach außen: „Die Digitalisierung verkürzt Bearbeitung- und Reaktionszeiten im Innern. Sie spart Zeit, Geld und Ressourcen und schafft dadurch wiederum den besseren Service und die passgenauere Unterstützung nach außen“, erläuterte Dr. Karen Verbist, Fachdienstleiterin Digitalisierung. Trotz allem gilt: „Wer die eigenen Angelegenheiten nicht online, sondern lieber persönlich oder auf dem Papier- und Postweg regeln möchte, kann das in Marburg auch weiterhin tun“, stellte OB Spies klar.

Dr. Karen Verbist, Leiterin des Fachdienst Digitalisierung (Universitätsstadt Marburg)



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